Den richtigen Unterlegkeil für Ihren Fuhrpark wählen
Erfahren Sie, wie Material, Tragkraft und korrekte Platzierung den richtigen Unterlegkeil bestimmen und Lade- sowie Parkvorgänge sicher bleiben.

Wie zuverlässig eine Feststellbremse auch sein mag, ein stehendes Fahrzeug, das sich von selbst in Bewegung setzt, bleibt stets eine Gefahr. Ein Unterlegkeil ist ein einfacher keilförmiger Block, der an den Reifen gelegt wird, doch er wirkt als entscheidende Sicherheitsbarriere, die ein Wegrollen auf Gefällstrecken, beim Be- und Entladen oder wenn die Bremse allein nicht ausreicht physisch verhindert. Der richtige Keil schützt sowohl Ihr Personal als auch Ihre Ladung.
Wozu ein Unterlegkeil dient
Indem er ein Rad fixiert, verhindert ein Keil, dass ein Fahrzeug bergab rollt oder bei Manövern verrutscht. Ob Lkw, Anhänger, Transporter oder Flugzeug, er bietet eine zweite Sicherungslinie, falls die Feststellbremse oder Stützbeine versagen oder versehentlich gelöst werden. Daher sind Keile in den meisten Betrieben nicht nur empfohlen, sondern in Arbeitsschutzverfahren und Branchenvorschriften vorgeschrieben.
Entscheidende Auswahlkriterien
Kein einzelner Keil passt für jede Anwendung. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Wahl folgende Faktoren:
- Größe und Tragkraft: Abmessungen und Festigkeit des Keils müssen zum Fahrzeuggewicht passen. Schwerere Fahrzeuge erfordern größere, robustere Keile; prüfen Sie daher stets die maximale Belastungsangabe des Herstellers vor dem Kauf.
- Material: Gummikeile bieten einen hohen Reibungskoeffizienten, der selbst auf nassem oder glattem Untergrund nicht rutscht und Stöße gut absorbiert. Polyurethanmodelle sind leichter und beständig gegen Öl, Chemikalien und UV, verlieren aber auf vereistem Boden an Halt.
- Sohlengestaltung und Griffigkeit: Gerippte oder gerillte Sohlen verkrallen sich sicherer im Untergrund. Tragegriffe und Reflexstreifen erhöhen Komfort und Sichtbarkeit.
Den Keil richtig platzieren
Ein Keil erfüllt seine Aufgabe nur bei korrekter Platzierung. Ziehen Sie zuerst stets die Feststellbremse an. Setzen Sie den Keil mittig an den Reifen, sodass er bündig an der Lauffläche anliegt; vermeiden Sie eine Lage hinter der Achse oder auf unebenem Boden. An jeder Steigung muss der Keil immer auf der Talseite liegen. Bei großen Anhängern und Lkw sollten beide Seiten mindestens einer Achse gekeilt werden, bei schwerer Last sind vier Keile vorzuziehen.
Gummi oder Kunststoff?
Die Wahl hängt weitgehend von Ihrem Einsatzumfeld ab. Gummikeile greifen auf den meisten Oberflächen besser und bleiben die zuverlässigste Option für den Außeneinsatz und schwere Fahrzeuge. Polyurethankeile sind leichter, einfacher zu tragen und beständig gegen Verschüttungen, was sie für leichtere Fahrzeuge und häufig versetzte Anwendungen eignet. Für die meisten Industrie- und Logistikbetriebe, besonders bei schweren Nutzfahrzeugen, überzeugt Gummi.
Tipps für den sicheren Einsatz
- Prüfen Sie Keile regelmäßig auf Risse, Verschleiß und Verformung.
- Lagern Sie sie gut zugänglich, sichtbar und deutlich gekennzeichnet für den sofortigen Einsatz.
- Halten Sie sich bei Platzierung und Anzahl an Ihre Betriebsverfahren und Gefährdungsbeurteilung.
Einen Keil passend zu Reifendurchmesser und zulässigem Gesamtgewicht zu wählen ist eine einfache, aber wichtige Vorsichtsmaßnahme. Treffen das richtige Produkt und die richtige Praxis zusammen, sinkt das Risiko von Unfällen durch wegrollende Fahrzeuge auf Ihrem Gelände erheblich.