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Flugzeug-Unterlegkeile: Sicherheitsstandards in der Luftfahrt

Erfahren Sie die richtigen Größen, Platzierung und Standards für Flugzeug-Unterlegkeile, damit Sie auf dem Vorfeld und im Hangar sicher und konform bleiben.

Flugzeug-Unterlegkeile: Sicherheitsstandards in der Luftfahrt

Ein Flugzeug am Boden sicher zu fixieren ist eine in der Luftfahrt nicht verhandelbare Sicherheitsanforderung. Unterlegkeile wirken simpel, erfüllen aber eine kritische Aufgabe, und es herrscht in der Praxis erstaunlich viel Unsicherheit über Größen, Platzierung und Standards. Dieser Leitfaden gibt klare Antworten, damit Sie den richtigen Keil wählen, ihn korrekt einsetzen und auf Vorfeld, Hangarboden oder einer entlegenen Position konform bleiben.

Was Sind Flugzeug-Unterlegkeile?

Ein Flugzeugkeil ist ein keilförmiger Block, der eng am Reifen anliegt und unbeabsichtigte Bewegung verhindert. Er wird meist aus widerstandsfähigem Gummi oder Polyurethan geformt und nutzt Reibung in Verbindung mit Geometrie. Ein typischer Keil besitzt eine reibungsstarke Basis, ein Seil oder einen Griff zur sicheren Entnahme und auffällige Markierungen. Manche Modelle sind paarweise verbunden, andere tragen Reflexstreifen für den Nachtbetrieb.

Kurz gesagt sind Keile Ihre letzte Verteidigungslinie gegen das Wegrollen beim Parken, Beladen, Betanken, Warten und Enteisen.

Welche Anforderungen Müssen Keile Erfüllen?

Lokale Verfahren variieren je nach Behörde und Flugplatzstandard, doch gelten bei den meisten Betreibern gemeinsame Grundsätze. Prüfen Sie stets Ihr Betriebshandbuch.

  • Material: Robustes, rissfestes und kraftstoffbeständiges Gummi oder PU wird wegen Haltbarkeit und Grip bevorzugt.
  • Größe: Eine praktische Regel setzt die Keilhöhe auf etwa ein Zehntel des Reifendurchmessers, mindestens 50 mm bei Leichtflugzeugen und bis zu 150-200 mm bei größeren Transporttypen.
  • Grip: Die Basis muss auf Beton und Asphalt, auch nass, starke Reibung liefern. Gerippte Basen verbessern den Halt.
  • Sichtbarkeit: Gelbe oder orange Farbe und Reflexband helfen, den Keil aus der Ferne oder nachts zu erkennen.
  • Zustand: Keile mit Rissen, Verglasung oder bleibender Verformung sind auszusondern.

Wie Viel Abstand Zwischen Reifen und Keil?

Keiner. Die Keilfläche muss eng an der Reifenlauffläche anliegen, sobald sich das Gewicht darauf setzt. Lassen Sie nie bewusst eine Lücke. Ein leichter Anpressdruck ist zu erwarten, doch vermeiden Sie es, den Reifen zu quetschen oder den Keil unter die Seitenwand zu klemmen. Lässt sich der Keil mit einem Finger wegziehen, sitzt er nicht; muss man ihn hart wegtreten, ist die Höhe womöglich falsch gewählt.

Korrektes Vorgehen Beim Unterlegen

  • Feststellbremse oder Sicherungsbolzen prüfen und sicherstellen, dass die Position eben und frei von Fremdkörpern ist.
  • Bei Gefälle den ersten Keil auf der talwärtigen Seite platzieren und an der Lauffläche anlegen, nie unter der Seitenwand.
  • Den zweiten Keil rechtwinklig an der Gegenseite desselben Reifens ausrichten.
  • Die Keile sichtbar bestätigen und das Cockpit gemäß Verfahren informieren oder dokumentieren.
  • Keile nur nach Freigabe entfernen, stets am Griff oder Seil ziehen, niemals unter dem Reifen.

Den Richtigen Keil Für Jedes Flugzeug Wählen

Ihre erste Größenentscheidung sollte stets die Keilhöhe an den Reifendurchmesser anpassen. Verwenden Sie leichte 50-80-mm-Keile für Leichtflugzeuge, verstärkte 90-120-mm-Keile für Regionaljets und schwere 150-200-mm-Keile mit hoher Reibung für Schmal- und Großraumjets. Wägen Sie danach Bewegungshäufigkeit, Witterung und Untergrund ab. Bei Schnee oder Sand wählen Sie Basen, die Schmutz abweisen und den Grip halten.

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