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Unterlegkeile: Wie viele und der richtige Einsatz

Wann Unterlegkeile nötig sind, wie viele Sie brauchen und wo Sie sie am Hang platzieren. Ein praktischer Leitfaden.

Unterlegkeile: Wie viele und der richtige Einsatz

Unterlegkeile gehören zu den günstigsten Sicherheitsmaßnahmen an Laderampen und auf Parkflächen und verhindern trotz ihrer Einfachheit schwere Unfälle. Eine sich lösende Bremse, ein Luftsystem, das Druck verliert, oder ein Reifen, der auf nassem Boden rutscht, können alle zu unkontrollierter Bewegung führen. Dieser Leitfaden erklärt, was ein Keil bewirkt, wie viele Sie brauchen, wo Sie ihn am Gefälle platzieren und wie Sie das richtige Material wählen.

Was bewirkt ein Keil?

Ein Unterlegkeil ist ein keilförmiger Block, der am Reifen anliegt. Wenn Schwerkraft oder Vibration das Rad drehen will, bildet er eine physische Barriere und stoppt die Bewegung. Ein Keil ergänzt die Feststellbremse und Unterstellböcke; er ersetzt sie nicht. Auf belebten Höfen kann dieser kleine Keil einen schweren Vorfall verhindern.

Brauchen Sie sie wirklich?

Ja, sobald ein Risiko von Bewegung besteht. Verwenden Sie Keile beim:

  • Be- oder Entladen an der Rampe oder auf dem Hof
  • Parken an einem Gefälle, auch einem leichten
  • Arbeiten unter oder um das Fahrzeug
  • Abstellen eines abgekuppelten Aufliegers
  • Parken von Flugzeugen bei Abfertigung, Betankung oder Wartung

Wie viele für einen Auflieger?

Bei Lkw-Aufliegern sind zwei Keile üblich, je einer an jeder Seite eines Rades, auf der talwärts gerichteten Seite platziert. Selbst auf ebenem Boden wird ein Paar empfohlen, da seitliche Stöße und das Wippen des Aufliegers einen einzelnen Keil überwinden können. Erhöhen Sie die Anzahl bei deutlichem Gefälle, rutschigem Untergrund oder schwer beladenem Auflieger mit hohem Schwerpunkt. Bei Tandemachsen den Keil an die Achse setzen, die sich zuerst bewegen würde; im Zweifel beide Achsen sichern.

So unterlegen Sie richtig

  • Parken und bremsen: Fahrzeug anhalten, Feststellbremse anziehen, Leerlauf wählen und Motor abstellen. Bei abgekuppeltem Auflieger sicherstellen, dass die Stützfüße unten und fest sind.
  • Gefälle erkennen: Talwärtsrichtung bestimmen. Ist es mit dem Auge nicht erkennbar, einen kleinen Ball auf den Boden legen und das Rollen prüfen.
  • Keil platzieren: Den ersten Keil auf der Talseite fest an den Reifen setzen, sodass der Reifen hineinrollt und nicht darüber. Den zweiten Keil gegenüber anbringen.
  • Prüfen: Das Fahrzeug von Hand leicht wiegen, damit sich der Reifen in den Keil setzt. Nicht gegen den Keil fahren.
  • Bei der Abfahrt: Keile zuletzt entfernen, nachdem angekuppelt und die gelöste Bremse bestätigt ist.

Gefälle-Tipp: Bergauf das Hinterrad, bergab das Vorderrad unterlegen. Bei Querneigung den Keil so setzen, dass er seitliches Wegrollen blockiert.

Gummi oder Polyurethan?

Beide Materialien sind bewährt; die richtige Wahl hängt von Ihrer Umgebung ab. Gummi ist schwer mit hervorragender Bodenhaftung, steht fest auf Beton und Asphalt und greift bei Nässe gut, kann aber unter UV aushärten, daher vor direkter Sonne lagern und auf Risse prüfen. Polyurethan ist verschleißfest und leichter zu tragen für häufiges Setzen, und helle Farben verbessern die Sichtbarkeit. Für Rampen mit hohem Durchsatz beschleunigt ein gut sichtbarer Polyurethankeil die Abwicklung, während Gummi bei rauen Bedingungen besseren Halt bietet. Damit Keile nicht verschwinden, an jeder Rampe einen anschraubbaren Drehpunkt oder kurze Anbindungen mit Ringschrauben anbringen.

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